Vom Karton zur Vision – Sitzen im Zeitalter der Algorithmen
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Schuljahr
Projektleitung
Zu Beginn des Projekts stand eine theoretische Auseinandersetzung mit Design als kultureller Praxis. Ein Besuch im MAK – Museum für angewandte Kunst Wien vermittelte Einblicke in grundlegende Gestaltungsprinzipien, Materialstrategien und ökologische Fragestellungen. Dabei wurde deutlich, dass Design immer das Ergebnis bewusster Entscheidungen ist, bei denen Form, Funktion und Materialwahl in enger Beziehung zueinander stehen. Dieses Wissen bildete die Grundlage des eigenen Gestaltungsprozesses.
An der Schnittstelle von Kunst, künstlicher Intelligenz und Care entwickelten die Schüler:innen mobile Sitzhocker aus recycelbarem Karton. Der Arbeitsprozess war experimentell angelegt: Zunächst entstanden mehrere Modelle, mit denen unterschiedliche Stecksysteme aus Karton getestet wurden. Die Stabilität der Hocker entsteht ausschließlich durch Steckverbindungen. Alle Elemente sind austauschbar und flexibel kombinierbar.
Parallel dazu entwickelten die Schülerinnen und Schüler mithilfe von KI Bildmotive, die sich zwischen analoger Gestaltung und digitaler Bildsprache bewegen. Die reduzierten Pixelbilder thematisieren Fragen von KI-Bildgenerierung, Wahrnehmung und Interpretation. In einem abschließenden Schritt inszenierten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Hockern. Das Objekt wurde dabei zum Akteur im Raum und zum Medium der Selbstwahrnehmung. So verbindet das Projekt nachhaltiges Design, KI und Care zu einem reflektierten, gemeinschaftlichen Lernprozess.