Was die KI nicht sieht
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Projektleitung
Ein ganzes Semester lang haben sich acht Schülerinnen und Schüler der Oberstufe mit dem Verhältnis von Bild und Wahrheit auseinandergesetzt: mit Bildmanipulation, Urheberrecht im Zeitalter generativer KI und dem Unterschied zwischen dem, was GIMP kann, und dem, was eine KI daraus macht.
„Was die KI nicht sieht" ist der künstlerische Abschluss dieser Arbeit. Die Schüler:innen fotografierten persönlich bedeutsame Alltagsszenen – Momente mit Freundinnen in der S-Bahn, Lieblingsgetränke, vertraute Fenster – und beschrieben dieselben Szenen als Prompt für einen KI-Bildgenerator.
Die Ergebnisse sind entlarvend: Die KI räumt den dreckigen Boden auf, repariert die beschädigte Mauer, macht aus einer echten Schülerin ein Stockfoto-Model. Sie erzeugt eine Welt, die glatter und generischer ist – und in der nichts mehr bedeutet.
Die fertigen Diptychon-Paare (echtes Foto vs. KI-Bild) stellen eine Frage, die weit über den Kunstunterricht hinausreicht: Was bedeutet es für Vertrauen und Demokratie, wenn massenhaft Bilder entstehen, die „echt" aussehen, aber nichts bedeuten? connect – persönliche Biografien treffen auf technologische Grundsatzfragen. create – bewusstes Fotografieren und algorithmische Generierung stehen sich gegenüber. care – wer erlebt hat, wie KI die eigene Lebenswelt glattbügelt, spürt, was auf dem Spiel steht.