Bilder, Blicke, Bedeutung. Indigene Perspektiven
SCHULE: BORG Hegelgasse 12, Wien
1010 Wien, Hegelgasse 12
KULTUREINRICHTUNG: Weltmuseum Wien (KHM Museumsverband)
1010 Wien, Burgring 5
SCHÜLER/INNEN:
Alter: 13–17 Jahre
Anzahl: 50
PROJEKTBESCHREIBUNG:
Der interaktive Workshop setzte sich mit der Darstellung indigener Menschen in musealen Bildwelten auseinander – insbesondere in den kolonialen Wandgemälden des Naturhistorischen Museums sowie ausgewählten Objekten des Weltmuseums Wien. Jugendliche ab 14 Jahren wurden eingeladen, die kolonialen Blickregime, die sich in historischen Darstellungen manifestierten, kritisch zu hinterfragen und eigene Perspektiven auf Repräsentation, Sichtbarkeit und kulturelle Aneignung zu entwickeln.
Zentral war dabei die Frage: "Wer schaut durch wessen Fenster?" – eine Leitmetapher, die dazu anregte, die Positionierung von Betrachter/innen und Dargestellten zu reflektieren. Gemeinsam mit den Teilnehmer/innen wurden museale Bilder analysiert, Begriffe wie Fremdbild, statische Repräsentation und koloniale Kontinuitäten diskutiert und kreative Gegenbilder erarbeitet.
In Gruppen- und Stationenarbeit näherten sich die Jugendlichen Themen wie Identität, Macht und Geschichte aus einer antikolonialen und diskriminierungskritischen Perspektive. Ziel war es nicht nur, Wissen zu vermitteln, sondern auch Räume für eigene Fragen, Zweifel und künstlerische Reaktionen zu öffnen. Als abschließendes Ergebnis entstand eine partizipativ gestaltete Collage, in der sich die Jugendlichen selbst positionierten – als Antwort auf die normierenden Bilder vergangener Jahrhunderte.
– Neslihan Yakut