Der Stoff, aus dem Erinnerungen gemacht sind
SCHULE: HLM HLW Krems
3500 Krems an der Donau, Kasernstraße 6
KULTUREINRICHTUNG: Kunstmeile Krems Betriebs GmbH
3500 Krems an der Donau, Museumsplatz 5
SCHÜLER/INNEN:
Alter: 16–18 Jahre
Anzahl: 18
PROJEKTBESCHREIBUNG:
Im Rahmen des Projekts setzten sich die Schülerinnen der 3. Modeklasse der HLM HLW Krems künstlerisch mit den lokalgeschichtlichen Ereignissen in Krems vor 80 Jahren auseinander: der nationalsozialistischen Vergangenheit der Stadt. Bei Stadtrundgängen und Workshops sind die Jugendlichen unter der Begleitung der Historiker/innen Edith Blaschitz und Robert Streibel in die dunkle Phase der lokalen Geschichte eingetaucht. Neben dem Blick auf die Grauen dieser Zeit, ging es um die Frage, ob und in welcher Form es Widerstand in Krems gab. Hier beschäftigten sich die Schülerinnen mit einzelnen Schicksalen von Kremser/innen und diskutierten darüber, was Widerstand alles sein kann und was wir heute von diesen Geschichten lernen können.
"Was damals geschehen ist, darf nie in Vergessenheit geraten. Es liegt an uns, genau hinzusehen, wenn Unrecht geschieht, Verantwortung zu übernehmen und Zivilcourage zu zeigen – heute, im Hier und Jetzt." Johanna Pumhössel, Schülerin
Mit Textilien verarbeiteten die Schülerinnen mit Unterstützung der Künstlerin Gudrun Lenk-Wane künstlerisch das Erfahrene und setzten ein bleibendes Zeichen der Erinnerung. Das entstandene Kunstwerk FESTHALTEN WAS VERGEHT befindet sich im Schulhof der HLM HLW Krems und wurde von der Klasse im Juni 2025 offiziell eröffnet. Es erinnert an die Kremser/innen, die in der NS-Zeit mutig Widerstand geleistet haben und steht als starkes Zeichen gegen das Vergessen.
– Claudia Pitnik